Zeit....

Zeit....ein kostbares Gut in unserem Leben.

Sie verrinnt...die gleitet uns aus den Händen.

Und hat man dann endlich mal freie Zeit für sich, dann möchte man sie auch genießen.

Wann soll man bitte schön dann auch noch Zeit finden um Sport zu treiben? Lange Arbeitszeiten, Pendeln, Stress...da ist kaum noch Platz. Da soll ich auch noch etwas von abgeben und mich betätigen? Ich bin breit nach meinem Arbeitstag. Ganz einfach.

 

Leider ist das die Realität vieler Menschen.

 

Aber darf man es auch einfach so stehen lassen? Soll man sich in dieser Feststellung wirklich festsetzen und alles so hinnehmen?

 

Nun...wem nützt es denn, wenn SIE in naher Zukunft schwer krank werden? Ihrer Familie? Ihren Kindern? Ihrem Arbeitgeber? Ihnen selbst? Schlaganfall und Herzinfarkt sind schon lange keine Akutphänomene des hohen Alters mehr. Durchgebrochene Mägen bringen auch sehr junge Menschen zu Fall. Hierüber sollte man wirklich ernsthaft nachdenken.

 

Leider hat sich unser Leben verändert ohne sich unsere Physiologie daran hätte sich anpassen können. Unsere innere Uhr tickt noch nach dem Rhythmus der Steinzeit. Eine Zeit, in der Anspannungsphase und Entspannungsphase regelmäßig und vollständig abwechseln konnten. Eine Zeit, in der Überleben ein sportliches Unterfangen war. Unsere gesamte Anatomie und Physiologie ist auf Ökonomie aufgebaut und verlangt auch nach einer solchen. Wir aber geben unseren Körpern diese schon lange nicht mehr. Wir bewegen uns einseitig, oft viel zu wenig, wir jagen unsere Beute nicht mehr...wir gehen in den Supermarkt, wir wechseln unseren Lebensstandort nicht mehr ständig...wir sind sesshaft geworden. Wir kommen sogar auf die Idee Bewegung durch Stromreize ersetzen zu wollen! Wir holen kein Wasser mehr...wir öffnen den Wasserhahn. Und wir glauben an Dinge, die uns suggeriert werden, sobald sie eine gewisse Hartnäckigkeit in den Medien erreicht hat. Wir schieben kritische Gedanken schnell zur Seite, sobald sich eine vermeintlich hochrangige Persönlichkeit geäußert hat. Wir sind faktisch fremdgesteuert, manchmal zu faul eigene Meinungen und Wertigkeiten auszuleben und genießen einen gewissen Wohlstand.

 

Über die Folgen möchte ich nicht ausführlich schreiben, denn die sind absolut jedem unterschwellig bewusst.

 

Aber fehlende Zeit ist an all den Problemen nicht unschuldig. Soviel steht fest.

 

Es gibt ganz einfache Wege an einem Zeitproblem etwas zu ändern: Lebenssystem und -planung. Klingt total schräg, aber tatsächlich ist es die Lösung. Warum lassen sich Großeltern bitte schön immer dann die Enkel aufschwatzen, wenn sie eigentlich zum Sport wollen? Die Kinder wissen doch ganz genau zum einem wie wichtig die Bewegung für ihre Eltern ist und zum anderen, wieso gestehen sie ihren Eltern nicht faktische Zeit zu? Wieso funkt der Ehemann ständig mit irgendwelchen Mätzchen in die Trainingszeit seiner Frau...wenn er doch weiß, wie wichtig es ihr ist, ihrem Training nachzugehen? Wieso setzt sich kein Arbeitnehmer gegen permanente Überstunden zur Wehr und macht einmal klipp und klar deutlich, was ein krankheitsbedingter Ausfall für den Arbeitgeber bedeutet? Ich glaube die Antwort ist banal....weil wir unsere Zeit im Blick haben und jeder das selten freie Minütchen für sich gewinnen möchte. Nichts anderes...Mangelware Zeit ist die Ausrede schlecht weg hin.

Prioritätensetzung fällt schwer, wenn man wenig Zeit hat. Das vermeintlich Schöne und Vorteilhaftere hat Vorrang...völlig normal: wer weiß wie lange man seine Enkelkinder noch hat, wenn ich zu Hause bleiben kann, dann kann vielleicht doch noch die Wäsche machen und Karriereaufstiege und Gehaltserhöhungen sind niemals möglich, wenn ich nicht Bereitschaft zeige.

 

Fast wie beim Schach....der letzte Zug: Schach matt.

 

Oder vielleicht doch nicht?

 

Mal drüber nachgrübeln, eine ehrliche eigene Meinung bilden und gucken, ob ich nicht doch ein wenig verändern kann. Jeder Schritt weg von Gefahr für Körper und Geist ist ein wertvoller Schritt für ein hoffentlich langes Leben mit viel Zeit. Setzen Sie Prioritäten und setzen Sie diese durch. Hören Sie nicht auf leere Versprechungen, hinterfragen Sie Vorteilsangebote...besinnen Sie sich auf ihr Menschsein. Machen Sie sich ein eigenes Bild, probieren Sie es selbst aus und vergessen niemals die Frage: WEM nützt es am meisten?

 

 

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