Fragen und Antworten zum Trampolintraining

Barfußtraining?

Der Fuß des modernen Menschen steckt normalerweise ständig in Socken und Schuhen. Die Haut - hier auch die zwischen den Zehen - wird teilweise kaum noch belüftet. Nicht selten tragen wir zudem Socken aus Kunststoffen, welche den Schweiß gar nicht richtig aufsaugen können. Hinzu kommen Schuhe, die die Verdunstung der Flüssigkeit blockieren. In der Gänze ertrinken und ersticken unsere Füße.

Barfußlaufen mögen die meisten Menschen gar nicht mehr, weil die Fußsohlen den natürlichen Untergründen nicht mehr gewachsen sind und jeder Schritt eine kleine Qual dastellt. Die natürliche Wahrnehmung über die Fußsohle geht völlig verloren. Somit leider aber auch der natürliche Aufrichtungsimpuls für unsere Wirbelsäule, denn die korrekte Aufrichtung bedarf einem Sohlenimpuls. Die Folge sind Rückenschmerzen und unter Umständen sogar Veränderungen der Wirbelsäulenanatomie.

Barfußlaufen fördert zudem die Entwicklung eines gesunden Fußgewölbes. In Schuhen eingeengt und stets unterstützt bricht die muskuläre Kraft der Füße regelrecht zusammen. Die für die Fußanatomie wesentlich wichtige Muskulatur verkümmert. Da hier allerdings auch die Wadenmuskulatur involviert ist, kommt es auch zu einer Veränderung der Wadenmuskulatur. Die Folge sind nicht nur Senk-, Spreitz- und Plattfüße, sondern auch Fußhebeschwächen, Fußsenkungsschwächen und Wadenschmerzen.

Ein Vertreter der Traditionellen Chinesischen Medizin würde hier noch einen Punkt ansprechen: nach der Lehre der TCM kann das gesamte Innenleben eines Menschen auf die Fußsohle projiziert werden. Barfußlaufen gibt folglich dem gesamten Innenleben positive Reize und sorgt für ein gesundes Funktionieren der inneren Organe.

Aus all diesen Gründen sollte man auf einem hochelastischen Trampolin generell barfuß trainieren. Denn auf alle die zuvor genannten Punkte hat ein Training barfuß wunderbare Wirkungen. Gönnen wir uns doch einfach dieses nicht ganz unwesentliche Plus eines regelmäßigen Trainings.

 

Wann darf ich nicht trainieren?

Generell nicht, wenn im Körper ein Entzündungsprozess tobt. Es kann der harmlose Schnupfen, ein grippaler Infekt, aber auch viel schlimmere Problematiken wie akute Phasen chronischer Entzündungen sein. Hier sollte der Körper in Ruhe den inneren Kampf ausfechten dürfen.

Generell nicht, wenn es im Körper zu akuten Durchblutungsstörungen gekommen ist. Es ist egal ob es ein Hörsturz, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall war. Der Körper muss nach diesen Ereignissen oftmals erst neue Durchblutungsmöglichkeiten schaffen, bzw. das abgestorbene Gewebe "verarbeiten". Hierzu bedarf es Zeit...im Minimum ein Jahr. In dieser Zeit sollten körperliche Belastungen extrem kontrolliert abgerufen werden.

Generell nicht nach frischen größeren Verletzungen - egal ob traumatisch oder chirurgisch herbei geführt. Diese Verletzungen muss der Körper reparieren. Geben Sie ihrem Körper Zeit dazu - im Minimum 3 Monate. Dabei ist es unerheblich in welchem Gewebeteil die Verletzung vorliegt.

MIt welchen Grunderkrankungen darf ich bei Ihnen trainieren?

Mit allen Erkrankungen (ausgeklammert oben genannter Phänomene), welche ich gut einschätzen kann. Ich stelle mich generell darauf ein, dass erkrankte Personen eher einmal krankheitsbedingt ausfallen können als gesunde. Ich empfehle das Training auszuprobieren und mit mir in einem engen kommunikativen Austausch zu stehen.

Ist es normal, dass man sich unmittelbar nach dem Training ganz wunderbar fühlt?

Die die Schwingungen des Trampolins das Gehirn erreichen konnten, kommt es zur Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen. Das führt zu einem Glücksgefühl, wirkt befreiend und lässt die Anstrengung vergessen. Dieses positive Empfinden kommt jedoch nur dann auf, wenn man für sich genau die richtige Dosis - also auch das richtige Training - gefunden hat. Fühlt man sich nach dem Training also toll, war es genau die richtige Gruppenwahl.

Ist es denn auch normal wenn man am Folgetag das Gefühl hat von einem "Bus" überrollt worden zu sein?

Ja...wenn man schon lange keinen Sport mehr betrieben hat oder gar nichts sportliches mehr macht, dann ist dies völlig normal.

Die Physik eines hochelastischen Trampolins bringt ALLE Strukturen des Körpers in Arbeit und das weitaus intensiver als bei gewöhnlichen Trainings. Diese intensive Einwirkung darf man niemals unterschätzen! Das benannte Symptom nennt man Überbelastungssymptom und ist ein Zeichen dafür, dass nicht nur die Anatomie nachhaltig gefordert wurde, sondern auch ein Indiz dafür, dass der Stoffwechsel brach liegt. Denn nicht selten ist es der Stoffwechsel, der es nicht schafft den Körper schnell mit Energie zu versorgen. Besonders der träge Muskelstoffwechsel führt dann zur Übersäuerung und diese zu diesem KO Empfinden. Da hilft nur eins: weiter machen! Der Körper lernt es so nach und nach den Anforderungen gerecht zu werden...ich nenne das TRAINING!

Hüpfen oder Schwingen?

Auf den hochelastischen Trampolinen zu hüpfen wäre einfach - aber unsinnig. Hüpfen kann man auf jeder Art Trampolin, da muss man kein knapp 1000€ teures Trainingsgerät vernichten. Zudem ist hüpfen nicht gerade gesund - insbesondere das kleine Becken der Frau leidet unter den extremen Kräften.

Wir schwingen...es ist gesund, es ist viel wirkungsvoller und stellt eine echte Herausforderung dar: man muß sich stets selbst ausbremsen. Es ist nicht langweilig und keinesfalls unanstrengender als Hüpfen. Man muß nur eine schnellere Musik auflegen und schon wird das schwingende Training eine wirkliche Herausforderung!

Wer hüpfen möchte hat beim TrampolinTreff Walsrode nichts zu finden...das einschlägige Trainingsformat dieser Trainingsmethode hat hier nichts zu suchen!

Fuß- und Wadenschmerzen beim Training - ist das normal?

Fußschmerzen sind ein Indiz dafür, dass sich die Füße mit dem nach unten gewölbten Untergrund schwer tun. Die meisten modernen Füße "brechen" regelrecht durch, weil sie keine muskuläre Gegenkraft aufbauen können. Aber sie lernen es mit der Zeit und dann werden nicht nur die Fußschmerzen weniger, sondern die Füße wieder kräftiger.

Wadenschmerzen können auf die Füße zurück zu führen sein, aber auch noch etwas viel dramatischeres ankündigen. Nicht selten antworten mir Teilnehmer mit Wadenschmerzen beim Training, sie hätten kaum etwas getrunken. Das sorgt für eine erhöhte Viskosität des Blutes und der Lymphe. Wie soll der Körper so den Rückfluss aus dem tiefsten Punkt des Körpers hoch transportieren? Richtig...es versackt und übt Druck auf das umliegende Gewebe aus...Wadenschmerz ist die Folge. Ganz ehrlich...Sie riskieren durch diesen Trinkmangel massiv Ihre Gesundheit...schon einmal etwas von Thrombose gehört? Sie sind auf dem besten Weg dorthin!

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Kommentare: 3
  • #1

    Nachfrage (Montag, 01 April 2019 09:55)

    Muss man bei Ihnen unbedingt barfuß trainieren oder kann ich auch Stoppersocken tragen?

  • #2

    Susanne (Montag, 01 April 2019 09:59)

    Wenn Ihnen das Barfusstraining unangenehm erscheint, dürfen Sie auch mit Socken trainieren. Aber ich akzeptiere ausschließlich nur die Socken von bellicon(R). Deshalb leihe ich diese Art Socken gern für das Training aus. Mit Turnschuhen dürfen nur die Personen trainieren, welche keine andere Alternativen haben - z.B. bei Beinprothesen oder mit spezifischen Schuhen bei Fußdeformitäten.

  • #3

    Nachfrage (Dienstag, 28 Mai 2019 10:27)

    Ich habe gelesen, dass ein Trampolintraining Rückenschmerzen beseitigen kann?
    Ich bin schon seit Jahren in physiotherapeutischer Behandlung und mache Funktionstraining, die Rückenschmerzen gehen aber nicht weg. Mein Orthopäde meint, dass mein unterer Rücken nicht ganz in Ordnung wäre und man nichts richtig gegen die Schmerzen tun könnte, außer Spritzen und Physiotherapie. Könnte mir das Trampolintraining eventuell helfen?